Die Geschichte der Spielautomaten


Von den ersten Automaten bis zu den heutigen Online-Spielautomaten war es ein langer Weg.

Die Geschichte der Spielautomaten, im eigentlichen Sinne des Wortes, reicht zurück bis in die Antike.

Historisches

Die ersten Automaten dienten hauptsächlich der Unterhaltung, indem sie vermeintliche Zauberkunststücke vorgaukelten, wie zum Beispiel Wasser in Wein zu verwandeln. Oder sie waren Nachbildungen der Natur, oft von Vögeln die ihre Flügel bewegen konnten und zwitscherten. Andere Automaten produzierten musikalische Töne. Die Technik hat die Menschheit also schon lange bewegt, auch um sich einfach nur zu unterhalten.

Leonardo da Vinci verwirklichte den Traum von mechanischen Puppen, oder Robotern wie wir sie heute nennen, zumindest auf dem Papier.

Historische oder alltägliche Szenen wurden als Wasserspiele dargestellt oder über die Mechanik von Uhrwerken angetrieben.

Die ersten Spielautomaten

Im 18. Jahrhundert gab es den ersten Schachautomaten, der sich aber als Betrug herausstellte. Die großen Schachmeister spielten gar nicht gegen den Automaten, sondern nur gegen einen im Inneren sitzenden sehr kleinen Gegner.

Zumeist wurden diese Vorläufer der Spielautomaten von Magiern und Uhrmachern als Einzelstücke entwickelt und waren entsprechend teuer.

All dies waren die Vorstufen zu den heutigen Geldspielautomaten wie wir sie aus Casinos und Spielhallen kennen.

Den Anfang der Entwicklung machte ein Pokerautomat als Gegenspieler beim gewinnversprechenden Poker spielen.

Der erste Automat an dem es tatsächlich um automatisiertes Glücksspiel ging war der von Charles Fey entwickelte “Einarmige Bandit“, den wir technisch modifiziert auch heute noch kennen. Dieser Automat regulierte als erster die Auszahlung des Spielgewinns völlig selbstständig.

Mit diesem Gerät hatte Fey nicht nur einen neuartigen Automaten entwickelt, sondern gleich die Entwicklung einer weltweit erfolgreichen Branche angeschoben.

Noch heute stehen die einarmigen Banditen und ihre Nachfolger in Casinos und Spielhallen überall auf der Welt.

Automaten und ihre magische Anziehungskraft

In großen Casinos sitzen die Menschen reihenweise wie hypnotisiert vor den kleinen Geräten, werfen von Zeit zu Zeit eine Münze ein, starren auf die sich drehende Walze und ziehen an dem seitlichen Hebel.

Das Phänomen dieser Faszination zu erklären dürfte wohl schwierig sein.

Im Grunde handelt es sich dabei ja um eine Wette gegen das Gerät. Der Spieler wettet dabei dass er im nächsten Spiel auf jeden Fall den Jackpot gewinnt.

Viele Geldspielautomaten beruhen auch heute noch auf dem gleichen Prinzip, nur ihr Aussehen und die Technik haben sich der Zeit angepasst.

Die mechanischen Walzen sind von computeranimierten rotierenden Scheiben abgelöst worden und statt des Hebels gibt es heute noch einen Button auf dem Touchscreen.

Hinter dem ausgeprägten Spieltrieb an solchen Automaten steht vielleicht auch eine milde Form von Größenwahn, denn fast jeder der oft oder regelmäßig spielt denkt von sich er hätte mehr Glück als andere oder sogar eine ganz bestimmte Taktik mit der er den Automaten überlisten kann. Es gibt nur leider keine Taktik mit der man den Zufall überlisten kann.

Manchen Spielautomaten könnte man fast eine gewisse Intelligenz zusprechen, denn genau in dem Moment wo der Spieler die Lust verliert schüttet das Gerät oft einen kleinen Gewinn aus, der zum Weitermachen animiert.

Die Entwicklung vom klassischen einarmigen Banditen führte über elektro-mechanisch betriebene Spielautomaten, die schon wesentlich mehr Spielmöglichkeiten boten, bis hin zu den Video-Spielautomaten.

Aufwendige Grafiken und digitalisierte Soundeffekte machten die Video-Spielautomaten zu einer erfolgreichen Revolution auf dem Sektor des Glücksspiels.

Hatte der Spielautomat von Fey noch echte Glöckchen oben auf dem Korpus, so tönen einem heute bei einem Gewinn ein frenetischer Applaus oder Jubelgeschrei entgegen.

Am Prinzip der sich drehenden Walzen auf denen möglichst die gleichen Symbole zu sehen sein sollen sobald die Walzen stillstehen hat sich auch bei den heutigen Spielautomaten nicht viel gewandelt, außer dass die Spiele anspruchsvoller geworden sind.

Unterschiedliche Symbole sind verschieden hohen Geldbeträgen zugeordnet und der Spieler kann selbst entscheiden wie lange er das jeweilige Spiel laufen lassen will und wann er welche Walzen stoppt.

Mehrere Spiele können computergesteuert miteinander gekoppelt werden und verschiedene Zusatzfunktionen erhöhen die Gewinnchancen.

Aber einem Prinzip sind die Spielautomaten bis heute treu geblieben, sie funktionieren noch immer nach dem Zufallsprinzip.

Aber nicht nur die Glücksspielautomaten haben sich im Laufe der Jahre einem Wandel unterzogen, auch die Art wie gespielt wurde.

Geldspielautomaten in Casinos

Im 19. Jahrhundert war das Glücksspiel in Casinos eher der wohlhabenden Schicht vorbehalten. In den eigens dafür eingerichteten Hallen traf man sich zum Kartenspiel, zum Roulette, Poker oder vertrieb sich eben die Zeit an einem Automaten.

Flussschiffe wurden zu eleganten schwimmenden Casinos ausgebaut und man traf sich unter seinesgleichen.

Aber das Glücksspiel wurde immer mehr zu einer Massenbewegung, die Casinos wurden immer größer und ein immer breiteres Publikum fand dort Zugang.

Neben den Casinos entstanden die Spielhallen, in denen ausschließlich Geldspielautomaten zu finden waren, neben den Geldspielgeräten auch Geschicklichkeitsspiele wie Bajazzo oder später die Flipper Automaten.

Heutzutage muss man kein Casino mehr besuchen oder am Abend den Weg zur örtlichen Spielhalle zurücklegen um an einen Spielautomaten zu gelangen.

Inzwischen kann man von jedem Internetzugang aus auf eine Vielzahl von Online Casinos zugreifen, die rund um die Uhr geöffnet sind und in denen man teilweise sogar ohne realen finanziellen Einsatz spielen kann.